Das ändert sich 2026 für Berliner Familien

Eine Familie sitzt gemeinsam im Wohnzimmer auf dem Sofa. Zwei Erwachsene und zwei Kinder lachen und spielen miteinander.Eine Familie sitzt gemeinsam im Wohnzimmer auf dem Sofa. Zwei Erwachsene und zwei Kinder lachen und spielen miteinander.

2026 bringt für Berliner Familien eine Reihe wichtiger Neuerungen mit sich. Hier finden Sie einen ausführlichen Überblick über die wichtigsten Änderungen, die Sie im neuen Jahr erwarten.

Auch 2026 stehen eine Reihe wichtiger Neuerungen für Berliner Familien an. Einige davon sorgen für finanzielle Entlastung, andere verbessern die Betreuung und Förderung von Kindern oder richten sich speziell an Jugendliche. Auch in den Bereichen Wohnen, Energie und Mobilität verändert sich einiges.

Finanzielle Leistungen und Steuern

2026 gibt es mehrere Anpassungen und steuerliche Entlastungen, von denen Familien finanziell profitieren. Höhere Freibeträge und Leistungen helfen dabei, steigende Kosten besser abzufedern und etwas mehr Spielraum im Alltag zu schaffen.


Kindergeld steigt auf 259 Euro monatlich

Zum 1. Januar 2026 erhöht sich das Kindergeld von 255 auf 259 Euro pro Monat und Kind. Für Familien bedeutet das 48 Euro mehr pro Jahr und Kind. Dafür müssen Sie keinen Antrag stellen. Das erhöhte Kindergeld wird automatisch ausgezahlt.


Höherer Kinderfreibetrag

2026 steigt der Kinderfreibetrag von 9.600 Euro (2025) auf 9.756 Euro. Das bedeutet für Familien mit steuerpflichtigem Einkommen, dass sich der Steuerfreibetrag erhöht. Dadurch reduziert sich das zu versteuernde Einkommen. Ob der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld für Sie günstiger ist, prüft das Finanzamt automatisch bei Ihrer Steuererklärung. 


Grundfreibetrag wird angehoben

Der Grundfreibetrag steigt 2026 von 12.096 auf 12.348 Euro. Das bedeutet, dass ein etwas größerer Teil Ihres Einkommens steuerfrei bleibt. 


Mindestunterhalt für Kinder steigt leicht an

Der gesetzliche Mindestunterhalt dient als Grundlage für die Ermittlung des zu zahlenden Kindesunterhalts. Der Mindestunterhalt wird ab 01.01.2026 erneut angepasst. Die ab 01.01.2026 zu zahlenden Unterhaltsbeträge sind in der neuen Düsseldorfer Tabelle veröffentlicht.


Betreuung und Pflege

Für viele Eltern bleibt gute Betreuung im Alltag entscheidend. Neue Regelungen sorgen 2026 für mehr Unterstützung, etwa dann, wenn Kinder krank werden oder zusätzliche Betreuung benötigen.


Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler

Ab 1. August 2026 gilt der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im ersten Grundschuljahr. Das Angebot umfasst die Betreuung an fünf Tagen pro Woche für insgesamt acht Stunden täglich, inklusive Unterricht. Der Anspruch wird schrittweise bis 2029 auf die Klassenstufen 1 bis 4 ausgeweitet. Für Berliner Familien bedeutet das mehr Planungssicherheit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.


Mehr Kinderkrankentage: Sonderregelung bleibt bestehen

Die Sonderregelung für Kinderkrankengeld wird für 2026 erneut verlängert. Damit haben Sie als Eltern weiterhin Anspruch auf:

  • 15 Kinderkrankentage pro Elternteil
  • 30 Tage für Alleinerziehende

Diese Tage können Sie nutzen, um Ihr krankes Kind zu Hause zu betreuen und dafür Lohnersatz zu erhalten.

Änderungen für Pflegefamilien

Zum 1. Januar 2026 tritt ist für ein Pflegekind das Jugendamt zuständig, in dessen Bezirk die Pflegeeltern ihren Wohnsitz haben. So wird die Kommunikation zwischen Pflegeeltern und Jugendamt vereinfacht. 

2026 wird das Jahr der Pflegeeltern, denn erstmals wird ihr Engagement offiziell von Bürgermeister Kai Wegener und Katharina Günter-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, feierlich geehrt.


Bildung, Kita und Schule

Kinder sollen von Anfang an gute Chancen haben. Deshalb baut Berlin die Förderung in Kitas und Schulen weiter aus. Neue Maßnahmen stärken die Qualität der frühen Bildung und erleichtern Familien den Weg durch die Schul- und Kitazeit.

Neues vom Berliner Familienportal und der ElternMail Berlin

Die ElternMail Berlin und das Berliner Familienportal werden auch 2026 weiter ausgebaut. So gehen Eltern informiert und gestärkt durch das Jahr 2026. 
Das Berliner Familienportal dient auch 2026 weiterhin als digitale Anlaufstelle für alle Berliner Eltern. Neben dem erweiterten Veranstaltungskalender finden Sie dort ab dem neuen Jahr eine umfangreiche Übersicht über alle Familienzentren mit allen wichtigen Informationen und einer Umgebungskarte. Diese Funktion wird 2026 für andere wichtige und spannende Orte ausgebaut, sodass Sie alle Angebote für Familien auf einen Blick haben.

Die ElternMail begleitet frisch gebackene Eltern ab der Geburt ihres Kindes, liefert nützliche Tipps und bietet Informationen und Hinweise zu Unterstützungsangeboten – passend zu jeder Entwicklungsphase des Kindes. 

Berliner Eltern erhalten in 2026 die ElternMail bis zum 5. Lebensjahr ihres Kindes. Das hilfreiche, digitale Angebot steht allen Berliner Familien kostenlos und in sechs Sprachen – Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch, Polnisch, Ukrainisch - zur Verfügung. Die Registrierung ist ganz einfach und Eltern erhalten die ElternMail pünktlich zum nächsten Entwicklungsschritt ihres Kindes in ihr E-Mail-Postfach. 

Eltern von Grundschulkindern können sich darauf freuen, dass in 2026 die ElternMail ab der Einschulung bis zur 4/5. Jahrgangsstufe vorliegt. Diese werden über die Grundschulen an die Eltern verteilt.


Frühkindliche Bildung wird weiter gestärkt

Das Kita-Chancenjahr, das bereits 2025 gestartet ist, wird 2026 fortgesetzt. Ziel ist, dass alle Kinder gut auf die Schule vorbereitet werden. Dafür gibt es ein Paket an Maßnahmen, die Familien direkt unterstützen:
 

  • Automatischer Kita-Gutschein ab drei Jahren (Willlkommensgutschein)
    Alle Familien, deren Kind noch nicht in eine Kita geht, bekommen ab dem dritten Geburtstag ihres Kindes automatisch einen sogenannten Willkommensgutschein für einen Teilzeitplatz zugeschickt. Dieser sorgt dafür, dass alle Eltern Zugang zu einem Kitaplatz erhalten, ohne Antrag und ohne bürokratische Hürden.
     
  • Mehr Personal für die Betreuung der Kleinsten
    Der Personalschlüssel für Kinder unter drei Jahren wird in zwei Stufen verbessert – zum 1. Januar 2026 und zum 1. August 2026. Das schafft mehr Zeit für jedes einzelne Kind und soll die Betreuung spürbar verbessern.

Wohnen & Energiekosten

Auch im Bereich Wohnen treten Maßnahmen in Kraft, die Familien bei steigenden Energiekosten unterstützen. Außerdem sollen sie dafür sorgen, dass Wohnen in Berlin weiterhin bezahlbar bleibt.


Mietpreisbremse bis 2029 verlängert

Der Bundestag hat beschlossen, die Mietpreisbremse bis zum 31. Dezember 2029 zu verlängern. Für Familien bedeutet das: In angespannten Wohnungsmärkten wie Berlin dürfen Vermieter bei Neuvermietungen weiterhin maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen.


Entlastung bei Energiekosten

2026 sollen Haushalte durch gesenkte Umlagen und eine niedrigere Stromsteuer entlastet werden. Laut Bundesregierung können Familien und Alleinstehende damit bis zu 150 Euro pro Jahr sparen. Das soll als Ausgleich für gestiegene Energiepreise der letzten Jahre dienen.


Mobilität und Verkehr

Viele Wege im Familienalltag führen über den öffentlichen Nahverkehr. 2026 ändern sich einige Ticketpreise und Angebote.


Deutschlandticket wird teurer

Das bundesweite Deutschlandticket kostet ab 1. Januar 2026 monatlich 63 Euro. Kinder unter sechs Jahren fahren weiterhin kostenlos.


VBB: ÖPNV-Preise in Berlin steigen

Auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg passt zum 1. Januar 2026 die Ticketpreise an:

  • Einzelfahrschein Berlin AB: 4 Euro
  • Kurzstrecke Berlin: 2,80 Euro
  • 4-Fahrten-Karte Berlin AB: 12,40 Euro
  • Durchschnittliche Preissteigerung: ca. 6 Prozent

Das kostenlose Schülerticket Berlin AB bleibt bestehen, sodass Familien mit schulpflichtigen Kindern weiterhin keine Kosten für Fahrten im Schulalltag haben.


Jugend, Ausbildung und soziale Dienste

Auch Jugendliche stehen vor wichtigen Neuerungen, die ihre Zukunftsplanung direkt betreffen.


Neuer Wehrdienst: Was Jugendliche wissen müssen

Zum 1. Januar 2026 tritt das modernisierte Wehrdienstgesetz in Kraft. Betroffen sind alle Jugendlichen ab dem Geburtsjahr 2008, die 2026 volljährig werden. Für junge Menschen bedeutet das:

  • Alle Männer erhalten mit 18 Jahren einen Fragebogen, in dem sie angeben müssen, ob sie zum Dienst in der Bundeswehr bereit wären.
  • Frauen können den Fragebogen freiwillig ausfüllen.
  • Der klassische Pflicht-Wehrdienst bleibt weiterhin ausgesetzt.

 

Erweiterung des Landesprogramms Stadtteilmütter

Auch im Jahr 2026 beraten, begleiten und unterstützen die Stadtteilmütter Familien mit Flucht- oder Migrationsgeschichte zu allen familienrelevanten Themen. Die Stadtteilmütter sprechen über 40 Sprachen und können so Familien in ihrer Herkunftssprache beraten. Im neuen Jahr werden weitere 15 Frauen qualifiziert und als Stadtteilmütter tätig sein. 

Gut informiert durch das Jahr 2026

Wir wünschen Ihnen schon jetzt einen guten Start ins neue Jahr. Auf dem Berliner Familienportal finden Sie auch weiterhin hilfreiche Informationen, praktische Tipps und Unterstützungsangebote für Ihren Familienalltag in Berlin.

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