Familienhospizarbeit und Kinderhospizarbeit

Ein traurige Mutter sitzt mit ihrer traurigen Tochter auf einer Couch. Gegenüber sitzt ihnen eine andere Person, die nur im Anschnitt zu sehen ist.

Wenn ein Elternteil oder ein Kind schwerkrank ist, und die Hoffnungen auf Heilung schwinden, braucht es Hilfe, Begleitung und Unterstützung. Spezielle ambulante Hospizdienste und Hospize in Berlin stehen Familien in dieser schweren Zeit zur Seite.

Wenn die Hoffnung auf Heilung schwindet, können keine Worte trösten. Und doch ist es gut zu wissen, dass Familien in dieser schwierigsten aller Zeiten in Berlin nicht allein sind. Die Familienhospizarbeit und die Kinderhospizarbeit sind die starke Schulter, die Familien in dieser Situation brauchen. Sie begleiten Familien ab dem Zeitpunkt der Diagnose über den Leidensweg und Abschiedsprozess aber auch bei der Trauerarbeit nach dem Tod eines Elternteils oder Kindes.

Familienhospizarbeit – Abschied von einem Elternteil nehmen

Wenn ein Elternteil schwer oder lebensbedrohlich erkrankt, ist für die Betroffenen und ihre Familien, insbesondere die minderjährigen Kinder plötzlich nichts mehr, wie es war. Es können Gefühle wie Angst, Trauer, Verzweiflung oder auch Wut entstehen und es können herausfordernde Situationen und Überforderungen im Alltag auftreten.

Die Berliner Familienhospizdienste beraten, begleiten und vernetzen unentgeltlich, neutral und individuell Sie als Familien bereits ab Diagnosestellung. Das Angebot besteht auch, wenn es noch Hoffnung auf Heilung gibt. 

Damit es für Sie und Ihre Familie möglichst einfach ist, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Familienbegleitdienste auch zu Ihnen nach Hause kommen oder dahin, wo Sie sind, beispielsweise ins Krankenhaus. 

Sie überlegen gemeinsam mit Ihnen: 

  • Wie alle Familienmitglieder die belastende Situation im Miteinander gut bewältigen können. 
  • Ob eine wöchentliche ehrenamtliche Begleitung der Kinder und/oder des kranken Elternteils durch eine feste Bezugsperson entlastend ist. 
  • Welche Hilfen es gegebenenfalls zusätzlich braucht. Dabei orientieren sich die Familienhospizdienste an Ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen. 

Kinderhospizdienste – Hilfe für Familien mit schwerkranken Kindern

Für Eltern gibt es nichts schlimmeres, als wenn das eigene Kind lebensbedrohlich erkrankt. Wie bei der Familienhospizarbeit beginnt auch die Arbeit der Kinderhospizdienste mit der Diagnosestellung. Sie begleiten Familien bis zum Tod des Kindes und auch bei Trauer und Verarbeitung des schmerzlichen Verlustes. 

Kinderhospize möchten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensbegrenzenden Erkrankungen ein würdevolles, selbstbestimmtes und erfülltes Leben bis zum Tod zu ermöglichen. Dies geht entweder ambulant zu Hause oder auch vor Ort im Hospiz. 

Dazu gehört oft auch eine palliative Behandlung. Also eine Behandlung, die sich vor allem darauf konzentriert, Sterbende schmerzfrei zu halten und unnötiges Leiden zu verhindern. 

Ambulante Kinder-, Jugend- und Familienhospizdienste und Kinderhospize in Berlin

In Berlin gibt es zwei stationäre / teilstationäre Kinderhospize und sieben ambulante Kinder- , Jugend- und Familienhospizdienste

Ambulante Kinder-, Jugend- und Familienhospizdienste

Stationäre und teilstationäre Kinderhospize

Neben den Kinderhospizen gibt es in Berlin weitere ambulante und stationäre Hospize sowie palliative Einrichtungen. Einen Überblick mit allen Adressen finden Sie beim Hospiz- und PalliativVerband Berlin.

Angebote für Fachkräfte

Für Fachkräfte, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und schulen lassen wollen, ist die Berliner Initiative für eine starke Familienhospizarbeit (IniFA) eine passende Ansprechpartnerin. Dort finden Sie auch hilfreiche Informationsmaterialien.

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