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Wenn ein Elternteil oder beide Eltern psychisch krank oder suchtkrank sind, ist das für Kinder und Jugendliche sehr belastend. Das Beratungsangebot „Hilfen im Netz“ bietet ihnen einen Ort, an dem sie über ihre Sorgen sprechen können. Die Beratung ist kostenlos und anonym.
Rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland im Verlauf eines Jahres mit einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung eines Elternteils konfrontiert - oft mit lebenslangen Folgen für die eigene psychische Gesundheit und ihren Erfolg in Schule und Beruf.
In vielen betroffenen Familien wird nur wenig über diese Belastungen gesprochen. Kinder und Jugendliche haben dann oft das Gefühl, mit ihren Sorgen allein zu sein. Unter dem Motto „Schreiben statt Schweigen“ möchte das Angebot „Hilfen im Netz“ Mut machen, sich jemandem anzuvertrauen. Schon ein Anruf oder eine Nachricht kann ein wichtiger erster Schritt sein.
Hilfen im Netz ist ein kostenloses Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern psychisch erkrankt oder suchtkrank sind. Aber auch Angehörige und Fachkräfte können sich an das Angebot wenden.
Betroffene können sich online per Nachricht oder telefonisch beraten lassen. Sie müssen dabei ihren Namen nicht nennen. Auf der Internetseite gibt es außerdem eine digitale Karte mit Beratungsstellen in ganz Deutschland.
Verantwortlich für das Projekt sind:
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) fördert das gesamte Projekt bis zum Sommer 2029.
Kinder und Jugendliche können sich an die Beratung wenden, wenn sie sich Sorgen um ihre Eltern oder ihren Familienalltag machen. Zum Beispiel, wenn sie:
Die Beraterinnen und Berater hören ihnen gut zu und helfen dabei, die Situation besser zu verstehen. Bei Bedarf vermitteln sie auch weitere Unterstützung in der Nähe.
Auch Angehörige und Fachkräfte erhalten Unterstützung, wenn Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld betroffen sind.
Im Juli 2026 hat das Bundesfamilienministerium eine bundesweite Kampagne für „Hilfen im Netz“ gestartet. Plakate an Haltestellen und anderen öffentlichen Orten sollen mehr Kinder und Jugendliche auf das kostenlose Angebot aufmerksam machen. Die Kampagne wird durch ein Sponsoring des Außenwerbers Wall ermöglicht.