Übergang gut gelungen: Von der Kita zur Schule

Ein Vater sitzt mit seiner Tochter auf einer Bank auf einem Spielplatz und kontrolliert die Hausaufgaben.

Ricardo Armin Hornberger ist Vater von drei Kindern. Seine älteste Tochter besucht die erste Klasse. Wie war der Übergang vom Kita- zum Grundschulkind?

Liliya schnallt sich den Schulranzen auf den Rücken und läuft freudestrahlend auf ihren Vater zu. Sie umarmt ihn und drückt ihn ganz fest. Ricardo Armin Hornberger holt die Sechsjährige nach der Arbeit immer von der Schule ab. Liliya geht in die erste Klasse. Sie ist aufgeweckt und fröhlich. „Es ist gut in der Schule“, sagt sie. „Wenn wir die Aufgaben erledigt haben, suchen wir einen Schatz.“ Am besten gefällt ihr, wenn sie Sport und Kunst an einem Tag hat. In der Kita mochte sie den Spielzeugtag besonders gern. Und ein bisschen vermisst sie ihn schon. Der Übergang von der Kita in die Schule sei leichter gewesen als gedacht, sagt ihr Vater: „Sie hat schnell Fuß gefasst und neue Freundinnen gefunden.“

Aufgaben zwischen den Eltern partnerschaftlich verteilen

„Wir haben uns als Eltern zu viele Sorgen gemacht“, fügt er hinzu. Vor allem, weil seine Frau schwanger war, als Liliya eingeschult wurde. Im Januar kam das dritte Kind zur Welt. Liliyas jüngere Schwester geht noch in die Kita. Für die Eltern bedeutete das: Wie teilen wir uns auf? Wer bringt wen? „Es hat sich alles ganz gut gefunden“, sagt der 36-Jährige. Seine Frau kümmert sich um das Baby und bringt die jüngste Tochter in die Kita. Und er Liliya zur Schule. Kurz hatten sie überlegt, ob ihre Tochter nicht noch zu jung sei und erst ein Jahr später eingeschult werden sollte. Doch nach einem Gespräch mit ihren Erzieherinnen und Erziehern stand fest: Liliya kommt in die Schule.

 

Ricardo Armin Hornberger und seine Tochter sind auf einem Spielplatz, im Hintergrund steht ein bunter Bauwagen.

„Es gibt viele Angebote im Familienzentrum und Nachbarschaftszentrum. Und viele Sportvereine in unserer Umgebung. Manchmal ist es richtig schwierig, sich zu entscheiden.“

Ricardo Armin Hornberger

Fit für die Schule dank einer tollen Kitagruppe

Knapp zwei Wochen hatten die Eltern Zeit, um ihre Tochter anzumelden. Alle wichtigen Informationen rund um die Einschulung haben sie leicht gefunden. „Ich hatte natürlich einen Vorteil, weil ich als Erzieher das Familienportal kenne und wusste, wie die Anmeldung funktioniert“, so Ricardo Armin Hornberger. Er arbeitet in einer therapeutischen Wohngruppe in Berlin-Lichtenrade und betreut Kinder, die auffällig geworden sind. Seine Frau ist Erzieherin in einer Kita. Dass Liliya gut auf die Schule vorbereitet wurde, davon ist Ricardo Armin Hornberger überzeugt. Mit ihrer Kitagruppe hat sie viele Ausflüge gemacht und war viel draußen. „Ich glaube, Kinder lernen auch gerade im Alltäglichen, was sie für die Schule brauchen.“ Im Unterricht zuhören und üben, das habe seine Tochter spielerisch in der Kita gelernt, „beim Basteln, Spielen, Singen, Tanzen und bei Rollenspielen, das hat sie fit gemacht für die Schule.“

Gut vorbereitet mit Angeboten für engagierte Papas in Berlin

In Berlin gibt es viele Angebote für Väter und ihre Kinder. Tipps, Ideen und Orte für den Austausch mit anderen Vätern finden Sie auf dem Berliner Familienportal.

Ganz viel Zeit mit Papa

Und wie sieht er seine Rolle als Vater? „Ich bin von jedem ein bisschen. Beschützer, Ernährer, Spielpartner“, sagt er. „Ich mache ganz viel mit den Kindern und im Haushalt. Und ich bin der Koch zu Hause.“ Abends bringt er die beiden Mädchen ins Bett, seine Frau das Baby. Auch mal Zeit mit nur einem Kind zu verbringen, ist dem 36-Jährigen ganz wichtig. Mit Liliya geht er einmal in der Woche zum Schwimmtraining. Die beiden sind auch schon zusammen verreist. Das Väterzentrum in Berlin-Pankow bietet Väter-Kind-Reisen an. „Dann fährt man mit dem Kind drei Tage in die Wildnis. Dort kann es frei und mutig sein. Man schläft in einem Tipi und kocht überm Feuer“, sagt er. „Und man brät Marshmallows“, ruft Liliya begeistert dazwischen. Sie liebt es, viel Zeit mit ihrem Papa zu verbringen. Seit Liliya zur Schule geht, wird sie auch immer selbstständiger. So kann sich Ricardo Armin Hornberger mehr um seine jüngere Tochter kümmern.  

Dieser Artikel ist Teil unserer Storyserie, die das Leben von Familien in Berlin beleuchtet. Wir danken Ricardo Armin Hornberger und seiner Tochter Liliya, dass sie uns Ihre Geschichte erzählt und beim Fotoshooting mitgemacht haben. Dem Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum ufaFabrik e. V. danken wir für den bestens organisierten Fotoshootingtag.

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