Demenz

Eine junge Frau hilft einer älteren Damen beim Treppensteigen.

Immer mehr Menschen leiden in Deutschland an Demenz beziehungsweise ihrer häufigsten Form, Alzheimer. Die Diagnose "Demenz" belastet betroffene Menschen, aber auch deren Angehörige in hohem Maße.

Was ist Demenz?

Demenz bedeutet die Verschlechterung oder der Verlust von mehreren geistigen Leistungsfähigkeiten. Dabei bezeichnet die Erkrankung nicht eine (vorübergehende) Gedächtnisstörung, vielmehr ist das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft gezogen: die Wahrnehmung, das Verhalten und das Erleben. Demenzerkrankungen können eine Vielzahl von Ursachen und Formen haben. Am häufigsten trifft man auf die Form „Alzheimer“, bei der Nervenzellen des Gehirns endgültig zerstört werden.

Wo finden Betroffene und Angehörige Hilfe?

Information und Beratung erhalten ältere Menschen, Pflegebedürftige und Angehörige in Berlin beim Pflegestützpunkt in ihrem Bezirk. Die wohnortnahen Anlaufstellen unterstützen unabhängig und kostenfrei bei allen Fragen rund ums Alter, im Vorfeld von Pflege sowie zur Pflege von Personen mit Demenz. Die Beratung erfolgt telefonisch, vor Ort im Pflegestützpunkt oder bei den Betroffenen zu Hause.

Die Internetseite Wegweiser Demenz und der Online-Ratgeber Demenz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frau und Jugend und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft informieren rund um die Krankheit und geben Tipps für den Umgang mit Betroffenen.

Vielfältige und spezialisierte Angebote erbringen die Demenzfachgesellschaften Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V. und Alzheimer Angehörigeninitiative sowie die Malteser und die Diakonie Haltestellen Demenz.

Auch Selbsthilfeinitiativen zur Alzheimer-Erkrankung bieten Infos und Austauschmöglichkeiten für Angehörige und Betroffene. In einigen Berliner Bezirken gibt es außerdem Demenznetzwerke, die ebenfalls informieren und weiterhelfen.

Die Pflege von demenzerkrankten Menschen kann physisch und psychisch viel abverlangen. Auf der Webseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. gibt es eine Übersicht mit Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige.

Telefonische Beratung

Alzheimer-Telefon: 030  259 37 95 14

Alzheimer Gesellschaft Berlin e.V. – Psychosoziale Beratung: 030  89 09 43 57

Alzheimer Angehörigen-Initiative: 030  47 37 89 95

Gerontopsychiatrisch- Geriatrischer Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf e.V.: 030  351 251 10

Angehörige können auch bei der Pflegekasse ihrer Krankenkasse anrufen und sich kostenlos zum Thema Demenz beraten lassen.

Was zahlt die Pflegeversicherung?

Ist ein pflegebedürftiger Mensch an einer Demenz erkrankt, können sich die monatlichen Leistungen entsprechend erhöhen. Es werden körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen erfasst und bei der Einstufung beurteilt. Ziel ist, die Pflegesituation der betroffenen Menschen bei der Begutachtung umfassend und angemessen zu berücksichtigen, um entsprechende Leistungen gewähren zu können.

Welche Rechte und Pflichten gibt es?

Demenzerkrankte können im Anfangsstadium ihre Wünsche zur Gestaltung ihres Lebens schriftlich festhalten. Auch die Angehörigen sollten sich über die Rechte von Demenzkranken und ihre eigenen Pflichten informieren. Die Broschüre „Was kann ich tun? – Tipps und Informationen bei beginnender Demenz“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. beantwortet rechtliche und finanzielle Fragen.

Downloads

Bundesministerium für Gesundheit: Ratgeber Demenz – Informationen für die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz (Broschüre)

PDF-Dokument

Deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen (DADO): Selbsthilfe Demenz: Sprachleitfaden „Demenz“ (Broschüre)

PDF-Dokument

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.: Was kann ich tun?

Broschüre

PDF-Dokument
Copyright: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeleistungen zum Nachschlagen (Broschüre)

PDF-Dokument

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz: Demenz. Das Wichtigste. (Broschüre)

PDF-Dokument

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